Karen Obenauf

Druck & Malerei

Atelier im Haupthaus

Vita

  • Geboren 1982 in Schwerin
  • 2003–2006 Aubsildung zur Grafikdesignerin
  • Seit 2006 freischaffende Grafikdesignerin Mecklenburg
  • Gründerin POPPY Field Kollektiv MV
  • Seit 2026 Mitglied und Werkstatt im KunstWasserWerk Schwerin

Ausstellungen

  • 2024
    Einzelausstellung #bildergucken im Café Lennards, Schwerin
    Wanderausstellung #protestyfield – illustrierten Plakate für mehr Demokratie, Diversität und Solidarität
    Gruppenausstellung „Ferien im Freien – Kalenderblätter und Sommererinnerungen“ mit Lisbeth Köhler, Die kleine Cindy, Rostock
    Gruppenausstellung „Friede, Freude, Einheitskuchen – eine illustrative Ausstellung mit Erinnerung an 1989“, tisch, Schwerin 

  • 2023
    Gruppenausstellung POPPY Island, im Rahmen der Illustrade, Rostock
    Gruppenausstellung „Eine gute Gesellschaft“ der Heinrich Böll Stiftung MV, Rostock
    Gruppenausstellung Werkschau POPPY Field Projekte, Kunstnacht Rostock
    Einzelausstellung JAZZ JAZZ JAZZ, Die kleine Cindy, Rostock

  • 2022
    Einzelausstellung „Jazz Jazz Jazz“, Jazzweekender Schwerin
    Plakatausstellung „Circus Fantasia – Stadthafen Rostock

  • 2021
    Gruppenausstellung Illustrade, Volkstheater Rostock

  • 2020
    Gruppenausstellung FINISHED von POPPY Field Projekte, online

  • 2019
    Kuratorin Gruppenausstellung POPPY Field „Wanderer“, Filmkunstfest MV
    Gruppenausstellung POPPY Field „Wanderer“, Kunstnacht Rostock

  • 2018
    Kuratorin POPup-Gallery POPPY Field, Illustrationen aus M-V

  • 2017
    Gruppenausstellung Illustrade, Kunsthalle Rostock

Künstlerinnen-Statement

Die künstlerische Praxis von Karen Obenauf beginnt dort, wo die Kontrolle endet. Sie gibt dem Material freien Lauf, lässt Farbe, Struktur und Zufall miteinander in Dialog treten. Sie setzt sich einen kleinen Rahmen: Papier, Format, Sujet. Und schaut, was entsteht. Dieser Akt des Loslassens ist für sie ebenso kreative Ausdrucksform wie das präzise Setzen einer Linie. Manchmal befreit er sie. Manchmal überfordert er sie. Beides gehört zur Praxis.

Die Vergänglichkeit zieht Karen Obenauf immer wieder an – die Symbiose aus Werden und Vergehen, die in der Natur so offen sichtbar ist wie nirgendwo sonst. Sie hält nicht fest, was sie sieht, sondern was sie fühlt, wenn sie es sieht. Mit dem Zeichnen dieses Gefühls versucht sie, den Ort durch das Bild wiederzufinden – als Erinnerung an einen inneren Zustand, nicht an einen äußeren Anblick. Ihre Bilder sind kein Abbild der Welt, sondern ein Wunsch: weich, fließend, organisch.

Karen Obenauf arbeitet zum einen mit Acryl und Gouache, im Monoprint und in der Serienmalerei – Techniken, die Wiederholung und Variation als künstlerisches Prinzip begreifen. Anschließend greift sie zu Kreide, Tinte, Kohle, Buntstift. Schicht für Schicht verdichtet sich das Bild, gewinnt Tiefe, Reibung, Eigenleben. Des Weiteren arbeitet Karen Obenauf mit den starren, vereinfachten Möglichkeiten der Bügelperlen.

Manchmal kennt sie das Sujet, bevor sie anfängt. Öfter entdeckt sie es erst im Prozess – im Akt des Malens selbst, im Dialog zwischen Material, Zufall und Intention.