Ausstellung 2026

„Von Gefahren und Gefährten“

11. April - 25. Mai 2026

Theresa Rothe
Leni Pohl
Sophia Eisenhut

In der Gemeinschaftsausstellung vereinen die drei international bekannten Künstlerinnen, Theresa Rothe, geb. 1990 in Dresden, Leni Pohl, geb. 1993 in Crivitz und Sophia Eisenhut 1995 in Regensburg geboren, ihre Arbeiten, Texte und Vertonungen.

Theresa Rothe arbeitet als bildende Künstlerin in Dresden und Leipzig. 2013 begann sie ihr Studium an der Hochschule für bildende Künste Dresden und schloss dieses 2019 mit einem Diplom und 2022 mit einem Meisterschülerabschluss in der Fachklasse für Bildhauerei bei Prof. Wilhelm Mundt ab. Sie realisiert Werke für Ausstellungen im In- und Ausland. Ihre künstlerischen Arbeiten vereinen Skulptur, Installation, zeichnerische/malerische sowie performative Elemente. Dabei reflektiert und hinterfragt sie in der Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper und diversen Materialien die Kuriositäten des Alltags, Tierbetrachtungen oder auch den voyeuristischen Blick. Traumbilder und Fantasien fungieren als Grundlage ihrer Auseinandersetzung mit dem Unbewussten. Sie versucht, durch eine symbol- und bildhaft geprägte Sprache eine eigene Welt zu kreieren, die sonst im Verborgenen liegt. Diese Nuancen von surrealistischem und persönlichem Erleben vereint sie in ihren Arbeiten, um die Betrachterinnen in ein Spannungsfeld einzuladen, das sich zwischen Groteskem und Spiel, These und Antithese, Traum und Realität, Innen und Außen zusammensetzt. 

Leni Pohl arbeitet als bildende Künstlerin in Leipzig. Sie absolvierte von 2017 bis 2024 ihr Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig bei Prof. Michael Riedel und Franziska Reinbothe. Im Zentrum der künstlerischen Arbeit von Leni Pohl steht die Erzählung als Bedingung für Wirklichkeiten und Möglichkeitsräume. Wiederkehrende Themen sind das Selbst, das Andere und das Dazwischen. Insbesondere die Beziehungen, Überschneidungen und Grenzauflösungen dieser Kategorien werden von ihr untersucht sowie die Mechanismen der Macht, unter der diese entstehen. Medial bewegt sie sich zwischen Zeichnung, Text, Audio, Performance und reflektiert Wahrnehmung und Erkenntnis ebenso wie das Figurieren von Alternativen. Durch die Fülle an visueller oder sprachlicher Information werden auch das Sehen und Hören selbst zum Thema. Sie entwickelt Präsentationsformen, die Zeichnung als installativen Körper und Text als performative Praxis begreifen. Ihre unterschiedlichen Arbeitsweisen versteht die Künstlerin als eine gemeinsame Sprache und arbeitet in diesem Sinne regelmäßig kollaborativ mit anderen Künstlern*innen.

Sophia Eisenhut ist Künstlerin und Autorin. Sie studierte Kunstgeschichte, Typographie und Bildende Kunst in Leipzig. Seit 2021 absolviert sie an der Universität für angewandte Kunst Wien den Studiengang "Sprachkunst“. Ihre Arbeiten beinhalten Schrift, Audio, Performance und Installation, und sie hat sich mit Intertextualitäten und der Suche nach einer weiblichen "écriture" beschäftigt. Ihre Texte spielen mit dem Pseudohistorischen und aktivieren (xeno) feministische Körperbezüge. Ihre Arbeit befasst sich mit der Performanz und Materialität von Schrift u. a. im Kontext einer feministischen Sprachkritik und der Leerstelle einer weiblichen Schreibweise. Ihre Arbeit wird als innovativ und herausfordernd angesehen, da sie die Grenze zwischen Theorie und Fiktion überschreitet und das Historische als Ort des Utopischen betrachtet.

 

Eröffnung der Ausstellung: Samstag, 11. April 2026, 17 Uhr
Einführung und musikalische Begleitung: Sophia Eisenhut

Ausstellungsdauer: vom 11.04.2026 bis 25.05.2026 (Pfingstmontag)
Öffnungszeiten: mittwochs, 13 bis 17 Uhr,
samstags und sonntags 14 bis 17 Uhr

Darüber hinaus nutzen Sie bitte die Möglichkeit zur Absprache eines individuellen Termins (unter Tel. 0176 47361936). Führt Sie der Zufall ins Alte Wasserwerk, dann klingeln Sie bitte am Haupthaus.

Die Ausstellung ist Bestandteil der Aktion „Kunst Offen“ zu Pfingsten, zu der Maler Kay Hoge als Gast seine Arbeiten im Werkstattgebäude präsentiert und Künstler*innen des Vereins ihre Ateliers öffnen.

Samstag, 16.05.2026, Familienfest auf dem Gelände des KWW von 12 bis 21 Uhr
Kinderspaß, Musik für Klein und Groß, Speisen und Getränke, Eis sowie anderes mehr und der Möglichkeit eines Besuchs der Ausstellung


Benefiz-Verkaufsausstellung im KWW, 24. März- 29. März 2026. Zur Unterstützung des Vereins „Bewahrung von Künstlernachlässen Westmecklenburg e. V.“ (Abb.: Plakatausschnitt BKNW e.V.)

 

Abb.: Ausschnitt Flyer/Plakat „Von Gefahren und Gefährten“